In vielen Haushalten ist es schon eine Selbstverständlichkeit Informationen aus dem Internet zu beziehen, durch ständige Updates das Betriebssystem des Computers auf dem aktuellen Stand zu halten oder damit der Virenscanner automatisch die neuesten Definitionen für die ständig wachsenden Bedrohungen des Internets herunterladen kann. Flattarife ermöglichen es sogar mit gleichbleibenden monatlichen Kosten über das Internet Fernsehen zu schauen oder Fernsehabende mit Videostreams aus dem Interent zu gestalten. Mit Eingabe der Zugangsdaten für den Provider übernimmt der Router die Regie für alle Netzwerkfähigen Geräte im Netzwerk. Sogar Smartphones können sich über WLAN mit dem Router verbinden. Alle aktuellen Router haben mindestens noch zwei Telefonanschlüsse über die ein analoges Telefon oder ein Faxgerät angeschlossen werden kann. Verfügt der Router über einen USB-Anschluss kann über diesen sogar noch ein Drucker als Netzwerkdrucker oder eine USB Festblatte als Netzlaufwerk betrieben werden.

Leider funktioniert das Internet aber nicht immer. Gerade für Neueinsteiger ist da eine schnelle Fehlersuche etwas schwer. Doch schließlich gibt es ja hierfür kompetente Ansprechpartner in der Service Hotline die sich freuen wenn sie helfen können. In der Regel wird aber viel zu früh zum Hörer gegriffen oder in Service Foren das Problem gepostet. Mit dieser Checkliste der möglichen Ursachen sollte es möglich sein das Internet ohne große Umwege wieder flott zu machen.

 

Router Neustart hilft in den meisten Fällen

Gehen wir davon aus der Router ist nach Anleitung des Herstellers am Telefonanschluss angeschlossen und mit allen Netzwerkgeräten mit denen gearbeitet werden soll verbunden, ist dies wohl die bekannteste Fehlermeldung. Ab Windows 7 bis Windows 10 oder Windows Vista sind standardmäßig alle Protokolle installiert die den Computer via DHCP mit dem Router über LAN und somit mit dem Internet verbinden. Auch sollte die Netzwerkkarte mit den Treibern fehlerfrei eingebunden sein. Alle bekannten Browser ermöglichen eine Verbindung in das Internet ohne das explizit etwas in den Verbindungs-Einstellungen angegeben wurde. Gibt es dennoch den Fehler Server nicht gefunden hier eine Checkliste für den ersten Verbindungsaufbau.

  • Netzwerkadapter richtig installiert? Wenn das berühmte Ausrufezeichen davor steht kann die Netzwerkkarte nicht auf die Netzwerkeinstellungen zugreifen. Deswegen passende Treiber oder Software installieren.
  • Netzwerkeinstellungen Eigenschaften ipv4 und ipv6 Protokoll installiert? Nur wenn diese Protokolle installiert sind können Einstellungen der Ip Adresse, Subnetmaske oder DHCP vorgenommen werden.
  • In der Windows Firewall kontrollieren ob vielleicht gerade der Browser der mit dem Interent verbinden soll gesperrt wurde.
  • In den Netzwerkeinstellungen kurzfristig eine feste IP des Heimnetzwerkes vergeben. Jedes neue vergeben einer festen IP sowie das erneute umstellen auf das automatische Beziehen der IP Adresse erfordert einen Neustart von Windows.

Der Hauptgrund für fehlende Treiber oder nicht erkannte Hardware sind immer wieder veränderte Registry Einträge aufgrund von Windows Optimierungs Tools wie z.B RegCleaner, Ashampoo WinOptimizer oder Tuning-Tools.

  • Mit dem Browser die Benutzeroberfäche des Routers aufrufen, meist fritz.box für FritzBoxen oder speedport.ip für Speedports der Telekom.
  • Zugangsdaten für den Provider prüfen. Nur wenn der Router die Daten erfolgreich abgespeichert hat, kann er online gehen.
  • In der Verwaltung der Netzwerkgeräte im Router werden alle Computer im Netzwerk mit ihrer Mac Adresse Aufgeführt. Hier können für jeden Computer Regeln vergeben werden wann oder wie er online gehen darf. In unserem Fall braucht er aber auch nicht zugelassen werden weil die automatische Anmeldung deaktiviert wurde.
  • Auch im Router können Protokolle für jeden einzelnen Computer individuell komplett gesperrt werden. Um mit dem Internet vernünftig arbeiten zu können sollten http, https und pop3 zugelassen werden.

Kann mit dem Computer die Benutzeroberfläche des Routers aufgerufen werden aber eine Verbindung mit dem Internet ist noch immer nicht möglich dann lautet die Checkliste wie folgt.

  • Kurzzeitig für mindestens fünf Sekunden das DSL Kabel das vom Splitter kommt aus dem Router ziehen. So wird der Router gezwungen für alle Computer neue IP Adressen zu vergeben.
  • Neustart des Routers über die Benutzeroberfläche oder alternativ den Router vom Strom trennen löscht das Cache und vergibt die DNS Adressen des Providers erneut, falls diese sich aus irgend einem Grund geändert haben sollten.
  • Bei einem Reset eines Routers werden alle Daten gelöscht und auf die Werkseinstellungen zurückgestellt. Dieser Schritt empfiehlt sich nur wenn wirklich nichts geholfen hat den Router in das Internet zu bringen. Es müssen natürlich wieder alle Zugangsdaten eingegeben werden, alle Einstellungen wieder vorgenommen werden. Ideal ist es aber wenn zuvor eine Sicherung einer funktionierenden Konfiguration statt gefunden hat die in null komma nichts wieder importiert werden kann.

WLAN fähige Notebooks im Heimnetzwerk

Für Verbindungen über WLAN im Heimnetzwerk gilt die gleiche Vorgehensweise. Abgesehen davon das auch hier nur ein richtig eingebundener WLAN Adapter im Geräte-Manager über die Netzwerkeinstellungen mit dem Router Kontakt aufnehmen kann, sind hier noch etwas mehr Informationen notwendig als bei einer LAN Verbindung. Diese Informationen befinden sich aber alle auf dem Router oder sollten zumindest irgendwo in der Gebrauchsanleitung ersichtlich sein. Dabei handelt es sich um den

  • WLAN Namen der SSID zur Identifizierung des eigenen WLAN Netzwerkes.
  • den WLAN Schlüssel WPA/WPA2 damit sich unbefugte nicht in das WLAN Netzwerk einloggen können.

Ist WLAN am Router sowie am Notebook eingeschaltet, sollte das eigene WLAN und eventuell das des Nachbars in den Netzwerkeinstellungen gelistet sein. Da standardmäßig alle Router nur gesicherte WLAN Verbindungen erlauben ist es hier auch klar das erst nach Eingabe und abspeichern des WLAN Schlüssel der Zugang zum eigenen WLAN möglich ist.