Technische Daten zum Amilo A 1645

Mein Amilo Notebook hat jetzt doch schon einige Jährchen auf dem Buckel. Aber bis jetzt hat es mir treue Dienste geleistet. Praktisch unverwüstlich lief das Amilo mit dem Betriebssystem Windows XP immer recht flott. Immerhin sorgt ja auch eine AMD Sempron CPU +3100 mit ganzen 1,8 Ghz AMD Power sowie den zwei Steckblätzen für ganze 2GB DDR Arbeitsspeicher für ein zügiges Arbeiten. Mit seinem gerade nicht zu kleinen 15,4 Zoll Display ist es auch als Notebook für den mobilen Einsatz sehr gut geeignet. Die integrierte WLAN Karte, das DVD Laufwerk, der SD-Karten Steckplatz sowie die Bluetooth Schnittstelle machen das Amilo A1645 zu einem flexibel einsetzbaren Notebook das auch mit moderneren Notebooks noch Schritt halten kann.

PC Doktor hilft wenn das Notebook mal nicht mehr so läuft wie es soll

Natürlich haben im Laufe der Zeit im Amilo auch einzelne Teile ihren Dienst aufgegeben. Diese waren aber ohne großen Aufwand auszutauschen. Dazu gehörte unter anderem auch der Inverter, der für die Beleuchtung des TFT-Displays notwendig ist. Ist ein Inverter mal defekt, sieht man zwar noch das sich etwas auf dem Display tut, jedoch ist alles ganz dunkel sodass ein arbeiten völlig unmöglich ist. Mit dem Austausch gegen einen neuen Inverter arbeitet das Display dannn wieder normal. Weitere Teile die nach langjährigem Betrieb eines Notebooks ausgetauscht werden müssen ist die Bios Batterie. Anzeichen für eine leere Bios Batterie ist meistens die Systemzeit des Notebooks die sich immer wieder verstellt. Für viele stellt dieser Bios Batterie Tausch ein Problem dar, da erst der ganze Kühlkörper mit Lüfter abgeschraubt werden muss damit man an die Bios Batterie kommt. Dabei sind die drei Schrauben des Kühlkörpers schnell entfernt, im gleichen Arbeitsgang können dann auch der Staub der sich im Lüfter und auf der Grafikkarte angesammelt haben durch kräftiges Pusten oder mit einem weichen Pinsel entfernt werden.

Hardwareerkennung unter openSuse mit Linux 13.1

Aber zurück zum eigentlichen Thema! Das Amilo wurde damals standardmäßig mit einer Windows XP Lizenz sowie mit einer Recovery CD ausgeliefert mit der alle Hardwarekomponenten wie Grafikkarte, Netzwerkkarten, USB Schnittstellen, WLAN u.s.w problemlos vom Betriebsystem erkannt wurden. Auch auf der Fujitsu Siemens Support Internetseite stehen alle Treiber für diese Komponenten noch zum Download bereit. Leiter wurde der Support für Windows XP von Microsoft eingestellt. Um auch weiterhin das Amilo sicher nutzen zu können wurde also ein neues Betriebssystem gebraucht. Natürlich war es nahe liegend Windows 7 oder Windows Vista auf das Amilo Notebook aufzuspielen. Doch dies scheiterte ganz schnell da die Treiber für das SIS 760 Chipset, die SIS M760 Grafikkarte, die SIS 900-Based Netzwerkkarte und die Broadcom WLAN Karte nicht installiert werden konnten.

Sollte es also unter den vielen kostenlosen Linux Distributionen ein Betriebssystem geben das alle Hardwarekomponenten eines Amilo A1645 Notebooks erkennt damit es wieder ohne Einschränkungen genutzt werden kann? Eines der umfangreichsten Linux Betriebssysteme ist openSuse mit Linux 13.1 Nach dem downloaden, entpacken und brennen des ISO DVD Images benötigt openSuse mit Linux 13.1 eine 4,6 GB große DVD. Wie mit einer Windows CD wird auch mit dieser openSuse 13.1 DVD das Notebook neu gestartet. Schon kurz darauf meldet sich Suse Linux mit dem Willkommensbildschirm, danach stehen die ersten Auswahlmöglichkeiten bereit. Etwas verwirrend ist da schon neben der Treiberauswahl, die Einstellung für den Kernel. Gut zu wissen wäre da schon das die Wahl der Installation ohne zusätzliche Einstellungen fast immer zu einem brauchbaren Ergebnis führt. Natürlich sollte mit der F2 Taste wenigsten die eigene Landessprache eingestellt werden damit man im folgenden Bildschirm der Lizenzvereinbarung auch zustimmen kann. Nach dem einstellen der Landesregion mit aktueller Zeit startet Suse Linux mit dem Systemtest, sucht nach Treibern für die im Notebook befindlichen Komponenten. Im nächsten Bildschirm schlägt Suse Linux die Partition der Festplatte vor. Auch hier stellt sich die vorgeschlagene Einteilung der Festplatte in eine Root Partition mit seperater Home Partition als ganz nützlich heraus. Suse Linux arbeitet neben den Hauptpartitionen auch mit kleineren Swap Partitionen. Diese braucht Suse Linux um ordnungsgemäß funtionieren zu können, braucht uns aber im weiteren Verlauf der Installation nicht weiter zu interessieren.

Die Systemanalyse sowie die vorgeschlagene Partition mit samt der Software Pakete fasst Suse Linux nochmal übersichtlich zusammen. Suse Linux schlägt von sich immer die automatische Konfiguration vor. Hätten wir in den vorangegangenen Bildschirmen alles ohne Änderung übernommen wäre das die Windows ähnliche KDE Benutzeroberfläche mit Büro-, Multimedia-, Internetanwendungen mit Netzwerk inklusive Firewall. Suse Linux ist aber aufgrund seiner Struktur, seiner Konsolen basierenden Befehle auch mehr bekannt dafür das Installationen nicht so reibungslos geschehen wie mit einem Microsoft Betriebssystem. So sollte die Paketauswahl gerade für die Installation von Grafikkarten genauer angepasst werden. Treiber für gängige sowie ältere Grafikkarten bietet Suse Linux für alle namhaften Hersteller an. Aber wer würde als Linux Leihe die Begriffe X11.org, Framebuffer, xf86, vmware, OpenGL oder VGA in Verbindung zu einer SIS M760 bringen? Tatsache ist, dass in der benutzerfreundlichen Softwaresuche sich eine passender sis Treiber findet. Einfach bei dem entsprechenden Treiber ein Häkchen setzen damit die Auswahl beim Bestätigen in die Suse Linux Installation aufgenommen wird. Genauso verhält es sich mit dem Treiber für die Broadcom WLAN Karte. Hier bietet Suse Linux unter dem Namen b43 die nötigen Treiber an um die Broadcom WLAN Karte voll funktionstüchtig in das System zu integrieren.

WLAN Karte unter Linux richtig installieren

Allerdings ist bei der Installation der Treiber für die Broadcom WLAN Karte nach der eigentlichen Installation von Suse Linux, also nach dem ersten erfolgreichen Bootvorgang beim Einrichten der Software und Hardware nach persönlichen Bedürfnissen noch eine kleine Hürde zu nehmen. Unter Suse Linux benötigt diese Broadcom WLAN Karte noch die Installation einer Firmware um überhaupt funktioniern zu können. Aber dies geschieht in der grafischen Oberfläche durch starten eines Terminal Fensters in den man einfach den Befehl install_bcm43xx_firmware eingibt. Nach dem Neustart von Suse Linux ist die Broadcom WLAN Karte zusammen mit der SIS 900-Based Netzwerkkarte zum Vorbereiten für die erste Netzwerkverbindung in der Auflistung der Netzwerkgeräte aufgeführt. Damit das Amilo Notebook sich über einen Router mit dem Internet verbinden kann ist es jetzt nur noch nötig bei der SIS 900-Based Netzwerkkarte DHCP zu aktivieren, damit sie sich automatisch über IPv4 mit dem Router verbinden kann. Das gleiche gilt für die Broadcom WLAN Karte. Allerdings werden hier noch die richtige SSID und im Falle einer sicheren Verbindung mit dem Router der WLAN Schlüssel benötigt. Konfortabler ist es beide Netzwerkkarten über den Netzwerk Manager laufen zu lassen.

Installation der Firewall

Um sicher mit Linux in das Internet zu gehen sollten nur noch beide Netzwerkkarten durch die Firewall abgesichert werden. Dies geschieht ganz einfach durch Hinzufügen der beiden Netzwerknamen wlan0 und enp0s4 als Schnittstellen die auf Externe Zone eingestellt werden. Der Klick auf weiter zeigt uns auch da eine Übersicht, dass Suse Linux die Netzwerkkarten ohne offene Ports in seiner Firewall Konfiguration abspeichern möchte.

Welche Anwendungen laufen unter Linux?

Etwas sehr gewöhnungsbedürftig ist es schon das alles was mit dem System von Suse Linux zu tun hat über YAST läuft, Software zentral über eine Softwareverwaltung installiert oder deinstalliert werden kann oder die Frage nach einem geeigneten Bootloader notwendig wird. Bei der Verwendung von Software ist eine komplette Neuorientierung notwendig. Zwar gibt es bewährte Anwendungen die auch für Linux geschrieben wurden, die komfortabel mit der Ein Klick Installation genau so schnell installiert sind wie unter Windows und unter Linux genau so gut ohne einen Unterschied laufen. Ja sogar automatische Updates für die Sicherheit von Linux und den ganzen installierten Anwendungen laufen so gut wie automatisch von selbst. Dennoch kommt man nicht daran vorbei sich die sehr umfangreiche Softwareverwaltung die auf aktuelle Online Repositories im Internet zugreift genauer anzusehen. Unter sehr gewöhnungsbedürftigen Namen stehen doch hier Anwendungen zur Verfügung die keinen Wunsch offen lassen. Angefangen von Büroanwendungen, Bildbearbeitung, Präsentationsprogrammen über Multimedia, Brennprogramme, Archivierung, bis hin zu Internet, Chat, ja sogar Suse Linux als einen kompletten Webserver mit Homepage, Datenbanken und der Erstellung von Webseiten mit den erforderlichen Programmiersprachen wie php, python, CGI-Scripten laufen zu lassen ist möglich.

Ist openSuse mit Linux 13.1 erst mal installiert kann genau wie das Microsoft Windows Betriebssystem das Aussehen von Desktop grafisch angepasst werden das Aussehen der Arbeitsfläche in noch mehr einzelnen Details verschönert werden. Auch bei Suse Linux haben hilfreiche Widgets in Form von Terminkalendern, aktuellen Nachrichten oder einfach eine schöne zusätzliche Uhr schon längst ihren Platz gefunden. Die große Linux Gemeinschaft arbeitet ständig daran die Linux Distributionen zu verbessern. Gerade mit openSuse mit Linux 13.1 ist aber ein vielfältig einsetzbares Betriebssystem gelungen das nicht nur auf älteren Computern eine gute Alternative zu den Betriebssystemen des Microsoft Giganten Bill Gates ist.